Verzugszinsen mit Mahnung einfordern

Ein gut organisiertes Mahnwesen ist eine zuverlässige Stütze, damit Sie auch bei offenen Rechnungen und überfälligen Forderungen mit Ihrem Unternehmen nicht in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Ist Ihr Kunde mit seiner Zahlung in Verzug, entstehen auf Ihrer Seite zusätzliche Aufwände und womöglich auch Schäden, die Sie bei Ihrem Schuldner geltend machen können. So haben Sie auch das Recht, bei Zahlungsverzug entsprechend Verzugszinsen anhand des Basiszinssatzes zu berechnen. Wir erläutern Ihnen, was Sie dabei beachten sollten.

Verzugszinsen berechnen mit Basiszinssatz

Die Deutsche Bundesbank berechnet den Basiszinssatz halbjährlich jeweils zum 1. Januar und zum 1. Juli und veröffentlicht ihn im Bundesanzeiger. Er dient in erster Linie als Grundlage, um Verzugszinsen zu berechnen. Seit dem 01.01.2019 beträgt er wie im Halbjahr zuvor -0,88 Prozent. Seit 2013 befindet sich der Basiszinssatz im Minus.

Wie berechne ich Verzugszinsen anhand des Basiszinssatzes?

Wie hoch Sie die Verzugszinsen ansetzen können, ist sowohl abhängig vom Basiszinssatz als auch von Ihrem Schuldner. Ist der Schuldner ein Privatkunde, liegt der Verzugszins 5 Prozent über dem Basiszinssatz. Handelt es sich bei Ihrem Schuldner hingegen um einen Geschäftskunden, liegt der Verzugszins 9 Prozent über dem Basiszinssatz.

Beim aktuellen Basiszinssatz von -0.88 beträgt der Verzugszins für Privatkunden 4,22 Prozent und für Geschäftskunden 8,22 Prozent.

Wenn Sie eine Mahnung schreiben, sollten Sie darauf achten, Ihren Berechnungen stets den aktuellen Basiszinssatz zugrunde zu legen und die Verzugszinsen bei einem längeren Verzug entsprechend zu aktualisieren.

Mahnen Sie zum Beispiel eine Forderung, die seit dem 15.06.18 fällig ist, legen Sie Ihren Berechnungen für den Verzugszins vom 16.06.18 bis 30.06.18 den Basiszinssatz des ersten Halbjahres 2018 zugrunde. Erstreckt sich der Verzug darüber hinaus, müssen Sie den Verzugszins ab dem 01.07.18 anpassen, wenn sich der Basiszinssatz im zweiten Halbjahr verändert.

Negativer Basiszinssatz seit 2013

2013 war der Basiszinssatz zum ersten Mal negativ. Für die Inkassobranche bedeutet das auch einen deutlich niedrigeren Verzugszins. Die Branche kritisiert, dass dadurch auch der Druck auf den Schuldner sinkt, fristgerecht zu zahlen. Dieser könnte die niedrigen Verzugszinsen als Anreiz sehen, den Verzug als günstige Alternative zum Bankkredit zu missbrauchen. In einem solchen Fall hätte der Gläubiger das Nachsehen.

Damit Sie auch in solchen Fällen einen kühlen Kopf bewahren und sich ganz auf Ihr Tagesgeschäft konzentrieren können, empfehlen wir Ihnen, das Mahnwesen an einen professionellen Partner auszulagern.

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