Wann verjährt eine Rechnung? Verjährungsfristen von Forderungen

Bundesweit gehen den Unternehmen insgesamt jährlich mehrere Millionen durch verjährte Rechnungen verloren, weil sie ihren offenen Forderungen nicht rechtzeitig nachgehen und so die Verjährungsfristen der Forderungen eintreten. Viele Unternehmen prüfen ihre Buchhaltung zum Jahresende auf offene Forderungen. Doch nicht immer bleibt dann auch ausreichend Zeit, diese einzutreiben, bevor sie verjähren. Manch einer resigniert sogar in Anbetracht der ersten gescheiterten Versuche, sein Geld beim Schuldner einzufordern.

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Doch es gibt keinen Grund für Frust und Verlust. Mit einem seriösen und kompetenten Inkassounternehmen an Ihrer Seite gehört die Verjährung von Schulden der Vergangenheit an und Sie können sich ganz auf die Tätigkeiten konzentrieren, die Ihr Unternehmen voranbringen.

Verjährungsfristen bei Forderung – was bedeutet das?

Wenn Sie eine überfällige Forderung nicht innerhalb einer gesetzlich festgelegten Frist geltend machen, verlieren Sie für immer jeden Anspruch darauf. Die Rechnung verjährt. Nach Ablauf der Verjährungsfrist hat der Schuldner das Recht, Ihre Forderung mit Hinweis auf Verjährung zurückzuweisen. Auf der anderen Seite schützt die Verjährung auch Schuldner vor Forderungen, die nach längerer Zeit womöglich nicht mehr nachvollziehbar sind.

Die genauen Fristen, wann eine Forderung verjährt, regelt das Bürgerliche Gesetzbuch. Die Paragraphen 194 ff. des BGB erläutern die Fristen und geben so Klarheit für Gläubiger und Schuldner. Wir bringen die Regelungen für Sie auf den Punkt.

Wann verjährt eine Rechnung?

Sowohl materielle als auch immaterielle Ansprüche können im Lauf der Zeit verjähren. Im Geschäftsalltag handelt es sich bei den häufigsten Ansprüchen um unbezahlte Rechnungen. Doch wann verjährt eine Rechnung genau? Rechnungen haben eine Verjährungsfrist von 3 Jahren, und die Frist beginnt jeweils mit Ablauf des Kalenderjahrs, in dem die Rechnung gestellt wurde.

Eine Rechnung vom 16.09.2018 würde zum Beispiel mit Ablauf des 31.12.2021 verjähren.

Wie kann ich eine Verjährung von Schulden verhindern?

Um eine Forderungsverjährung zu vermeiden, stehen Ihnen zwei Möglichkeiten offen: Zum einen können Sie eine Verjährung hemmen, zum anderen können Sie auch einen Neubeginn der Frist erwirken.

Die Verjährung einer Forderung hemmen

Eine Mahnung, die Sie selber verfassen, hemmt die Forderungsverjährung auch dann nicht, wenn Sie sie per Einschreiben versenden oder persönlich zustellen. Sie können die Frist einer Verjährung unter anderem hemmen, indem Sie einen gerichtlichen Mahnbescheid über die Forderung erlassen oder eine Klage einreichen. Der Antrag auf Erlass eines Mahnbescheids ist relativ einfach und in der Regel sowohl der kostengünstigere als auch der schnellere Weg, um sein Geld zu erhalten. Bleibt der Mahnbeschied erfolglos, haben Sie anschließend immer noch die Option, eine Klage einzureichen.

Beachten Sie jedoch: Damit bereits Ihr Antrag auf Erlass eines Mahnbescheids die Verjährungsfrist der Forderungen hemmt, sollten Sie genau darauf achten, alle rechtlichen Vorschriften zu erfüllen. Der Rechtsanspruch muss zum Beispiel genau definiert und exakt beziffert sein. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Sie den Antrag erneut einreichen müssen und damit wertvolle Zeit verlieren, in der die Verjährungsfrist weiter verstreicht. Ein professioneller Inkasso-Partner kann Ihnen diese Formalitäten abnehmen.

Sowohl Mahnverfahren als auch Gerichtsverfahren hemmen die Verjährungsfrist und frieren sie damit ein. Nach Abschluss der Verfahren läuft die Verjährung genau dort weiter, wo sie zuvor unterbrochen wurde. Die Verjährungsfrist der Forderungen verlängert sich also um den Zeitraum der Hemmung.

Neubeginn einer Verjährung erzielen

Unter bestimmten Umständen kann die Verjährungsfrist von vorne beginnen. Das kann beispielsweise dann sein, wenn der Schuldner eine Abschlagszahlung leistet, eine Zinszahlung oder eine andere Sicherheitsleistung hinterlegt. In diesem Fall können Sie nämlich davon ausgehen, dass er den Anspruch anerkennt. Dieser Fall setzt jedoch voraus, dass die Verjährungsfrist zum Zeitpunkt der Zahlung bereits begonnen hatte.

Alternativ beginnt die Verjährungsfrist von Neuem, wenn Sie eine gerichtliche oder behördliche Vollstreckungshandlung erwirkt haben.

Mahnbescheid verhindert die Verjährung von Schulden

Am besten können Sie verhindern, dass Ihre Rechnung verjährt, indem Sie rechtzeitig den Erlass eines gerichtlichen Mahnbescheids beantragen. Diesen können Sie auch gezielt stellen, um eine Verjährung von Schulden zu verhindern. Dann ist nämlich nicht das Zustellungsdatum bei Schuldner maßgeblich, sondern der Tag, an dem Sie den Antrag gestellt haben. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass Sie sämtliche rechtliche Voraussetzungen erfüllen.

Bemerken Sie eine offene Forderung erst gegen Ende der Verjährungsfrist, können Sie also auch in den letzten Tagen des Jahres noch wirkungsvoll handeln. Allerdings müssen Sie hier nicht selten mit Verzögerungen durch erhöhte Auftragslagen oder bei der Postzustellung rechnen. Daher kann es sich immer lohnen, einen professionellen Partner mit Ihren offenen Rechnungen zu betrauen.

Ihnen bereitet ein bestimmter Fall Sorgen? Dann sprechen Sie uns gerne an. Wir beraten Sie vollkommen unverbindlich zu Ihrem Anliegen. Anschließend können Sie in Ruhe entscheiden, ob Sie mit uns zusammenarbeiten möchten.

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